einfachemobil - Elektroauto zu Hause laden

Heimkommen und Akku aufladen – das kennen wir schon von uns selbst; und auch das Elektroauto braucht regelmäßig neue Energie in die Batterie. Wir haben hilfreiche Tipps zusammengestellt, welche Möglichkeiten man beim Laden vor der Haustür hat und wie Sie die passende Wallbox finden.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Am längsten stehen Autos zu Hause – in der Regel nachts. Somit hat das Elektroauto genügend Zeit, die Batterie aufzuladen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Haushaltssteckdose: Nahezu alle Elektroautos werden vom Hersteller mit einem Kabel ausgestattet, mit welchem man das Auto an der Haushaltssteckdose anschließen und laden kann. Dieses Kabel wird auch Ladeziegel genannt.
  2. Wallbox: Dies ist eine kleine, an einer Wand angebrachte Ladestation, die ein Elektroauto mit dem heimischen Stromnetz verbindet. Man kann die Wallbox sowohl innen als auch außen anbringen, zum Beispiel an Einfamilienhäusern in Tiefgaragen oder Parkplätzen.

Wozu eine Wallbox?

Der größte Vorteil einer Wallbox – gegenüber der Haushaltssteckdose - ist die Sicherheit. Denn Wallboxen verhindern die Überlastung der elektrischen Anlage, während Haushaltssteckdosen bei Dauerlast überhitzen können. Die Wallbox dient als intelligenter An- und Ausschalter zwischen dem Stromnetz und dem Auto. Auch verfügen sie über eine Stromüberwachung sowie eine Fehlerstromerkennung.

Des Weiteren kann man durch eine Wallbox Kosten sparen, da die Ladung über eine App oder die Wallbox genau programmiert werden kann. In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher wird die Wallbox zu einer effizienten und günstigen Lademöglichkeit.

Entscheidend ist auch die Schnelligkeit: Durch die geringe Kilowattzahl dauert das Laden über die haushaltsübliche Steckdose sehr lange. Die kleinen Ladestationen für Zuhause erzielen höhere Ladeleistungen in kürzerer Zeit.

Ladepunkt Leistung Ungefähre Ladezeit
Haushaltssteckdose 2,3 Kilowatt 8 - 14 Stunden
Wallbox 3,7 bis 22 22 Kilowatt 2 - 6 Stunden

 

Kurzer Exkurs: Welche Faktoren entscheiden über die Ladegeschwindigkeit?

Ob Haushaltssteckdose oder Wallbox, die Ladetechnik des Elektroautos ist entscheidend für die Ladegeschwindigkeit. Wichtig dabei: Manchmal kann die volle Leistung des Ladepunktes aufgrund der Ladetechnik des Elektroautos nicht voll genutzt werden. Des Weiteren hat die Kapazität der Batterie einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit. Um die Ladezeit des Elektroautos selbst berechnen zu können, gibt es eine Faustregel:

Ladedauer=Akkukapazität in Kilowattstunden / Ladeleistung in Kilowattstunden

Allerdings muss man beachten, dass die Faustregel nur als Orientierung zu sehen ist. Denn Faktoren wie Ladestand der Batterie und Außentemperatur können ebenso eine Rolle spielen. Der Ladepunkt senkt die Leistung, sobald der Akku zu 80 Prozent vollgeladen ist, um den Akku zu schonen. Bei besonders heißen oder kalten Temperaturen steigt die Ladedauer.

Welche Wallbox ist die Richtige für mein Auto?

Der kurze Exkurs hat gezeigt, dass der Ladepunkt auf das Elektroauto abgestimmt werden sollte. Hat man sich also für ein Elektroauto entschieden und kennt dessen Akkukapazität sowie die Ladeleistung, fehlt nur noch die Auswahl der passenden Wallbox. Folgende Aspekte sollten dabei beachtet werden:

Wie viel Kilowatt sind nötig?
Die gängigsten Wallboxen sind derzeit mit 11 Kilowatt Leistung ausgestattet. So kann man das Auto bis zu fünf Mal schneller laden als an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose. Viele Plug-In-Hybride und Elektroautos mit kleinerer Batterie benötigen keine große Kilowattzahl – Ladestationen mit 3,7 Kilowatt sind meist ausreichend und in der Anschaffung günstiger. Bei größeren Batterien und schneller Ladezeit sind Wallboxen mit 22 Kilowatt sinnvoll. Wählt man diese Variante, ist für die Installation die Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich.

Will man flexibler sein, so eignen sich mobile Wallboxen. Die Anwendung kann an gewöhnlichen Haushalts- und Industriesteckdosen erfolgen – sogar bis 22 Kilowatt. Das kann für Campingplätze oder Ausflüge zu Freunden nützlich sein. Mobile Ladelösungen sind jedoch wesentlich teurer als fest installierte Wallboxen.

Draußen oder drinnen?
Zunächst muss überlegt werden, ob die Wallbox innen oder außen angebracht wird. Hiervon leitet sich die Kabellänge ab. Das Kabel kann entweder integriert sein oder muss zusätzlich besorgt werden. Weiterhin muss entschieden werden, ob die Wallbox von einem oder zwei Autos genutzt wird – demnach werden ein oder zwei Kabelanschlüsse benötigt.

Installation?
Eine Wallbox kann man nicht selbst anbringen. Zur Sicherheit muss ein Fachbetrieb die Installation übernehmen. Das hat auch den Vorteil, dass der Elektroinstallateur für den fachgerechten Einbau haftet und die Anmeldung der Ladeeinrichtung beim Netzbetreiber durchführt.

Welcher Steckertyp?
Der Stecker des Kabels muss zum Elektroauto passen. Die meisten Wallboxen mit integriertem Kabel haben einen Typ-2-Stecker, der mit allen gängigen Neuwagen kompatibel ist. Einige ältere und asiatische Fahrzeugen funktionieren nur mit einem Typ-1-Stecker, andere Fahrzeuge haben einen CCS-Stecker, der den Typ-2-Stecker mit zwei zusätzlichen Leistungskontakten um eine Schnellladefunktion ergänzt. Adapter können zwar nützlich sein, um das Auto anzuschließen, sie erhöhen jedoch nicht die Ladeleistung.

Sicherheit?
Für jede Wallbox ist ein Leitungsschutzschalter und ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) gesetzlich vorgeschrieben. Bei hochpreisigen Modellen sind die Schalter oft schon integriert. Sollte die ausgewählte Wallbox keine besitzen, müssen diese nachträglich installiert werden.

Einfach oder gesteuert?
Neben der ungesteuerten Wallbox, die einfach die nötige Ladeleistung bereitstellt, gibt es steuerbare Wallboxen über Apps, WLAN oder Bluetooth. Zum erweiterten Funktionsumfang solcher steuerbaren Wallboxen gehören meist integrierte Stromzähler, Ladestatistiken, programmierbare Ladezeiten oder angepasste Stromstärken. Für das normale Aufladen der Batterie reicht in der Regel eine ungesteuerte Wallbox.

Weiterführende Informationen

RobinTV

Alle wichtigen Informationen gebündelt zeigt Euch unser Kooperationspartner „Robin TV“ in seinem YouTube Video: Elektroauto zu Hause laden - Einfach Elektroauto

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