einfachemobil - Es muss nicht immer ein Neues sein!

Wirft man einen Blick auf die Preise von Autos, stellt man schnell fest: Elektroautos sind teurer als vergleichbare Autos mit Verbrennungsmotor. Allerdings gibt es gute und günstige Gebrauchte auf dem Markt. Doch worauf muss beim Kauf geachtet werden? Tipps gibt’s hier!

Alle Punkte kurz erklärt!

Angebot und Nachfrage

Unter rund 1.713.000 gebrauchten Autos auf Deutschlands größter Online-Autobörse „Mobile.de“ gibt es rund 16.000 Elektroautos und rund 32.000 Plug-In-Hybride (Stand Mai 2019). Das Angebot ist relativ überschaubar. Fest steht jedoch: Die Zulassungszahlen von Elektroautos steigen zunehmend, unter anderem durch den Umweltbonus. Auch die Vielzahl an Modellen entwickelt sich weiter. Es ist also abzusehen, dass das Angebot der Stromer aus zweiter Hand immer größer wird und auch die Preise nahezu konkurrenzfähig werden.

Grund-Check

Prinzipiell gelten beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos die gleichen Regeln wie beim Kauf anderer Benziner oder Diesel. Natürlich sollte man einen Blick auf die allgemeine Verfassung des Autos werfen: Sind Abnutzung, Korrosion, Unfallschäden oder Lücken im Serviceheft auffällig? Bei gebrauchten Stromern sollte jedoch noch zusätzlich überprüft werden, welche Ladekabel vorhanden sind und wie deren Zustand ist.

Motor & Co.

Elektromotoren unterliegen anders als Verbrennungsmotoren geringerem Verschleiß, da sie kaum bewegliche Teile haben, die abnutzen können. Aufgrund des hohen Anfahr-Drehmoments und des höheren Fahrzeug-Gewichts sollten Reifen, Stoßdämpfer und Fahrwerk genauer unter die Lupe genommen werden.

Bremsen können unter Umständen stärker rosten, da geübte Elektroautofahrer oft über Rekuperation verzögern – dabei wird das Elektroauto nur mit dem Gaspedal beschleunigt und abgebremst. Beim Verzögern drosselt der Elektromotor die Geschwindigkeit, die dabei gewonnene Energie fließt zurück in den Akku. Für die Energiebilanz ist dieses Verfahren gut, jedoch problematisch für die Bremsbeläge.

Herzstück: Batterie

Das Hauptaugenmerk bei Stromern sollte auf die Batterie gelegt werden. Als erstes sollte abgeklärt werden, ob die Batterie gemietet ist und ob sie mitverkauft werden kann. Der Vorteil von gemieteten Akkus ist, dass die Leistungsfähigkeit meist garantiert ist. Ist die Batterie nicht gemietet, so sollte die Garantie in Erfahrung gebracht werden. Zum einen geht die Garantie auf den Gebrauchtwagenkäufer über und zum anderem sind die Hersteller oft großzügig: Die Garantie läuft oft ab Erstanmeldung acht Jahre lang. Für Laien ist es schwierig, den technischen Zustand der Batterie zu bewerten. Einfachste Möglichkeit: Probefahren, Batteriestand davor und danach notieren und abgleichen. Eine andere Möglichkeit ist, einen Fachmann hinzuzuziehen – in der Werkstatt können neben Ladekapazität auch Kabelverbindungen, Anschlüsse und Pole geprüft werden. Tipp: Unbedingt Prüfprotokolle aushändigen lassen. Grundsätzlich gilt, die Laufzeit der Akkus ist länger als vorhergesagt. Laut Erfahrungswerten haben die Modelle von Tesla die Nase weit vorne: die Degradation nach rund 23.000 Kilometer liegt nur bei drei Prozent. Bei 50.000 Kilometer liegt die Degradation zwischen drei und vier Prozent. Die Erfahrungswerte von Tesla haben die längste Prüfzeit, da es die Elektroautos am längsten auf dem Markt gibt.

Modelle

Als Pionier der Elektromobilität gilt der Renault Zoe. Seit 2013 ist der Kleinwagen zu verhältnismäßig moderaten Preisen erhältlich und hat sich seitdem zu einem der meistverkauften Elektroautos in Europa entwickelt. Zwei andere bewährte Kleinwägen in klassischem Design sind der VW e-Golf und der BMW i3. Alle drei Kleinwägen findet man häufig zu erschwinglichen Preisen auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

Förderung

Elektroautos sind vergleichsweise teuer – um ihre Verbreitung zu fördern, gibt es von Staat und der Autoindustrie einen Umweltbonus. Dieser wurde im Februar 2020 sogar erhöht und ausgeweitet auf Gebrauchtwägen und Plug-In-Hybride. Gebrauchte Elektroautos werden mit 5.000 Euro und gebrauchte Plug-in-Hybride mit 3.750 Euro subventioniert. Ebenso wie bei neu zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybriden spielt der Netto-Listenpreis eine wichtige Rolle: Dieser darf 65.000 Euro nicht überschreiten.

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Das Elektroauto muss maximal zwölf Monate erstzugelassen gewesen sein vor der zweiten Zulassung.
  • Bei Zweitzulassung darf das Fahrzeug eine maximale Laufleistung von 15.000 Kilometer aufweisen.
  • Nachweislich darf es noch nicht durch den Umweltbonus oder eine vergleichbare staatliche Förderung in einem anderen EU-Staat gefördert worden sein.
  • Das Fahrzeug muss im Inland auf den Antragsteller zugelassen werden und mindestens sechs Monate zugelassen bleiben.
  • Die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge finden Sie hier.

Weiterführende Informationen

RobinTV

Alle wichtigen Informationen gebündelt zeigt unser Kooperationspartner „Robin TV“ in seinem YouTube Video: Gebrauchte Elektroautos kaufen. Tipps & Tricks! - Einfach Elektroauto

Direkt zum Video

MAINGAU Energie - EinfachStromLaden

Ganz einfach europaweit günstigen Autostrom laden – das ist EinfachStromLaden! Als Elektrofahrer wissen wir, worauf es ankommt und bieten mit unserer Ladekarte eine zuverlässige Lösung für öffentliches Laden.

  Preismodell

  App & Ladekarte 

  Vorteile

  Ladestationskarte

Jetzt kostenlos registrieren