Gasverbrauch bestimmen und Tarif berechnen
Der Gasverbrauch
Was beeinflusst den Gasverbrauch?
Der Gasverbrauch eines Haushaltes hängt von mehreren Faktoren ab. Wird das Gas nur zum Heizen des Wohnraumes genutzt, berechnet sich die verbrauchte Menge anhand der Größe des Haushaltes in Quadratmetern (m²). Allerdings haben neben der Haushaltsgröße auch noch andere Faktoren Einfluss auf die Höhe des Gasverbrauchs. Hierzu gehören unter anderem die Wärmedämmung, der Wirkungsgrad der Heizung sowie die Lebensgewohnheiten der Bewohner. Zudem sollte man bedenken, dass lange Perioden von starker Kälte längeres Heizen notwendig machen und somit auch einen höheren Gasverbrauch verursachen.
Allerdings kann jeder Bewohner zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie beitragen. Wer nur einige der Energiespartipps berücksichtigt, wird niedrigere Kosten bei der Heizungsabrechnung bemerken.
Faktoren, die den Gasverbrauch bestimmen
Durchschnittlicher Gasverbrauch nach Haushaltsgrößen
Ein wichtiger Faktor für Ihren Gasverbrauch ist die Wohnfläche in Quadratmetern – beim reinen Heizen spielt die Personenanzahl eine untergeordnete Rolle. Anders sieht es aus, wenn Gas bei Ihnen auch zum Kochen oder zur Warmwasserbereitung genutzt wird: Dann steigt der Verbrauch mit jeder weiteren Person im Haushalt spürbar an.
In unserem Überblick zum Gasverbrauch nach Haushalten finden Sie Beispielrechnungen für Ein- bis Mehrpersonenhaushalte, sowie den Gasverbrauch im Mehrfamilienhaus und Einfamilienhaus. Damit erhalten Sie eine erste Orientierung und können Ihren Verbrauch besser einschätzen. Ihr tatsächlicher Verbrauch kann jedoch je nach Haushalt davon abweichen.

Gasverbrauch im Haushalt senken
Geht es um die Senkung des Gasverbrauchs für die Heizung im Haushalt, muss zunächst zwischen Hauseigentümer und Mieter unterschieden werden. Denn das Haus und die Heizungsanlage gehören dem Hauseigentümer, dieser kann durch Modernisierungsmaßnahmen jedoch viel zu einem wesentlich niedrigeren Gasverbrauch beitragen. Unabhängig von den Eigentumsverhältnissen können jedoch alle Haushalte aktiv dazu beitragen, dass der Gasverbrauch des Hauses und somit die Kosten für das Gas sinken.
Gasspartipps für Hauseigentümer
Modernisierungsmaßnahmen wie z. B.
- Wärmedämmung des Hauses
Besonders Altbauten verlieren viel Heizwärme, weil sie nicht oder nur unzureichend gedämmt sind. Je mehr Heizwärme entweicht, desto mehr Leistung muss die Heizungsanlage aufbringen, was wiederum zu einem höheren Gasverbrauch führt. Eine neue Dämmung der Fassade, des Kellers und des Daches hilft also indirekt, den Gasverbrauch zu senken. Die so erzielten Einsparungen machen die nötigen Investitionen schnell wieder wett.
- Wärmedämmung der Leitungen
Schlecht gedämmte Leitungen und nackte Rohre sind ein weiterer Grund für den Verlust wertvoller Heizwärme und führen ebenfalls zu einem höheren Gasverbrauch. Deshalb sollte auch hier im Bedarfsfall nachgebessert werden.
- Alten Heizkessel durch Brennwertkessel ersetzen
Vornehmlich in Altbauten stehen noch immer sehr alte Heizkessel. Durch einen Austausch gegen einen modernen Brennwertkessel können Sie an dieser Stelle Ihren Gasverbrauch senken. Bei moderner Brennwerttechnik wird beispielsweise auch die Abgaswärme genutzt, die alte Heizanlagen unter Umständen einfach zum Schornstein hinauspusten.
Gasspartipps für alle Bewohner
- Heizkörper richtig nutzen
Die Heizkörper Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung sollten so frei wie möglich, also mit einigem Abstand von der Wand oder Möbelstücken hängen und nicht abgedeckt werden. Auf diese Weise zirkuliert die Luft um den Heizkörper herum besser und sorgt dafür, dass es im Raum auch bei nicht vollständig aufgedrehter Heizung schneller warm wird. Bedenken Sie, dass jedes Grad, um das Sie die Stärke Ihrer Heizung höher einstellen, die Heizkosten erhöhen kann.
- Richtig lüften
Lüften Sie Ihre Räume stoßweise. Mehrmals am Tag die Fenster für fünf Minuten komplett öffnen - dabei am besten für Durchzug sorgen. Auf diese Weise wird die Luft im Raum gleichmäßig ausgetauscht und erwärmt sich auch schneller wieder, ohne dass Sie die Temperatur Ihrer Heizung erhöhen müssen. Kippen Sie hingegen für einen längeren Zeitraum die Fenster, entweicht die Wärme aus dem Raum und es dauert nach dem Schließen der Fenster länger, bis sich die Raumtemperatur wieder einpendelt.




