einfachemobil - Autopilot und Assistenzsysteme

Ein Auto, das selbständig fährt – ein Zukunftstraum der Menschheit, der in den letzten Jahren mehr und mehr zur Realität geworden ist! Intelligente Autopiloten sind in der Regel Fahrerassistenzsysteme, die aktiv in die Steuerung des Fahrzeuges eingreifen.

Wie weit ist die Autonomisierung schon fortgeschritten?

Wie weit der Autonomisierungsgerad eines Autopiloten fortgeschritten ist beschreiben die Autonomielevel von 0 bis 5. Erste Testfahrzeuge von Google haben bereits Level 4 erreicht. Dies bedeutet, dass sie vollständig autonom fahren können.

Aus sicherheitstechnischen und rechtlichen Gründen muss in Deutschland aber immer noch ein Fahrer im Fahrzeug und eingriffsbereit sein. In anderen Ländern wie z.B. Spanien oder den USA geht man schon einen Schritt weiter.
Auch das Unternehmen Tesla, Inc. bietet in seinen Fahrzeugen einige Assistenzsysteme an, die auf das Ziel eines selbstfahrenden Fahrzeugs einzahlen. Durch Antippen des Blinkerhebels kann z.B. automatisch die Spur gewechselt werden. Auch ist es möglich per Sprachsteuerung bereits zu Zielen hin zu navigieren.

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Was steckt hinter den Autonomiestufen?

Autonomiestufe 0:

der Fahrer fährt selbst

Autonomiestufe 1:

Es gibt Assistenzsysteme, die bei der Fahrzeugbedienung unterstützen – z.B: Abstandsregeltempomat.

Autonomiestufe 2:

Funktionen wie Parkassistenten und Spurhalteassistenten sorgen für eine erste Teilautomatisierung.

Autonomiestufe 3:

Das Fahrzeug führt selbständig Funktionen wie Blinken, Spurwechsel und Spurhalten aus und der Fahrer muss das System nicht durchgehend überwachen. Durch diese Bedienungsautomatisierung kann sich der Fahrer anderen Dingen zuwenden und wird nur bei Bedarf vom System aufgefordert, die Führung zu übernehmen.

Autonomiestufe 4: 

Bei dieser Stufe wird das Führen des Fahrzeuges schon dauerhaft vom System übernommen – man spricht von Hochautomatisierung. Sollte das System Unterstützung durch den Fahrer benötigen, kann dieser dazu aufgefordert werden.

Autonomiestufe 5:

Hier spricht man von Vollautomatisierung, da kein Fahrer mehr erforderlich ist. Der Mensch legt lediglich das Ziel und den Startzeitpunkt fest, den Rest erledigt das System selbständig. Das Fahrzeug verfügt weder über ein Lenkrad noch Pedale.

Welche Assistenzsysteme sind heute schon im Einsatz?


Spurhalteassistent

hält das Fahrzeug innerhalb der Fahrspurmarkierungen

Spurwechselassistent

kann auf Befehl des Fahrers hin die Fahrspur wechseln

Kollisionsvermeidungsassistent

warnt vor drohenden Auffahrkollisionen und kann mithilfe des Notbremsassistenten selbständig abbremsen

Seitenkollisionsvermeidungs-
assistent

kann seitlich ausweichen, falls ein anderes Fahrzeug von den Seiten her zu nahe kommt

Bremsassistent

kann anhand der Geschwindigkeit, mit der das Bremspedal getreten wird, erkennen, ob eine Notbremssituation vorliegt und bremst dann schneller und stärker ab, als der Fahrer es alleine tun würde

Tempomat

ermöglicht das Fahren mit konstanter Geschwindigkeit

Seitenwindassistent

kann bei böigem Seitenwind die Spur stabilisieren

Parkassistent

kann Parklücken scannen, deren Eignung berechnen und dann längs oder quer einparken

Totwinkelassistent

hilft beim Spurwechsel die Übersicht zu behalten und warnt bei Kollisionsgefahr mit anderen Fahrzeugen

Welche Ziele haben Autopiloten und Assistenzsysteme?

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Was für den einen wie ein Kontrollverlust wirkt, steigert für den anderen in hohem Maße die Sicherheit. Der Sicherheitsaspekt ist eines der Hauptziele aller Assistenzsysteme und steht absolut im Vordergrund. Oft stehen nur Millisekunden für das Treffen einer Entscheidung zur Verfügung und dies kann nur mithilfe eines intelligenten Fahrdynamiksystems erreicht werden, da sie die Handlungsfähigkeit eines Menschen um ein Vielfaches übertreffen.

Neben der Sicherheit stehen aber auch die Steigerung des Fahrkomforts und die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit eines Fahrzeuges im Mittelpunkt.

Wie weit geht der Eingriff dieser Systeme in unser Fahrverhalten?

Derzeit greifen Fahrerassistenzsysteme bereits autonom oder teilautonom in den Antrieb, die Steuerung oder die Signalisierungseinrichtung von Fahrzeugen ein. Der Fahrer wird dabei unmittelbar vor oder während einer kritischen Situation gewarnt und hat aber immer die Möglichkeit diese Eingriffe zu übersteuern. D.h. es findet zu keiner Zeit eine Entmündigung des Fahrers statt.

Drei Faktoren sprechen im Besonderen gegen ein vollständig autonomes Fahren:

  1. Die aktuelle rechtliche Lage
    Der Fahrer hat jederzeit die Verantwortung für die Führung seines Fahrzeuges und muss dieses jederzeit beherrschen können.
  2. Die technische Zuverlässigkeit der Systeme 
    Besonders anspruchsvolle Tätigkeiten sind die Erkennung von Objekten und die Interpretation von Szenarien im Fahrzeugumfeld. Die Zuverlässigkeit unter Einbezug von Fahrzuständen und Wettereinflüssen ist derzeit noch nicht vollständig gegeben, somit ist die Unterstützung in bestimmten Bereichen begrenzt.
  3. Fehlende Akzeptanz 
    Viele Fahrzeugkäufer möchten zwar die neuesten technischen Möglichkeiten im Fahrzeug verfügbar haben, sich durch diese aber nicht entmündigen lassen. Die derzeit noch fehlende Akzeptanz und Skepsis hält derzeit die Nutzung noch hinter den technischen Möglichkeiten zurück.

 

FAZIT

Das Thema „Autonomes Fahren“ ist ein komplexes Geflecht aus technischen, rechtlichen und menschlichen Ansprüchen. Erste Meilensteine, die hauptsächlich den Sicherheitsaspekt bedienen, haben sich zwischenzeitlich durchsetzen können. Auch der Fahrkomfort hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Bis aber auch der Faktor Mensch bereit sein wird, vollumfänglich die Kontrolle an ein System abzugeben, wird sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Experten schätzen mit der Durchsetzung des Autonomen Fahrens im Straßenverkehr ist nicht vor 2030 zu rechnen.

Weiterführende Informationen

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