Parkplatzmarkierung für Elektroautos

Die Geschichte des Elektroautos

Die Entwicklung der Elektroautos war verschlungen, überraschend und spannend zugleich! Wir zeigen die wichtigsten Meilensteine auf einen Blick. Auf geht’s in die elektrische Vergangenheit mit Blick in die Zukunft. 

Die Anfänge des Elektroautos

1821 entdeckte Michael Faraday, wie man mit dem Elektromagnetismus eine kontinuierliche Rotation erzeugt kann und legte somit den Grundstein für den Elektroantrieb.

1851 gab es schon erste elektrisch betriebene Schienenfahrzeuge, zum Beispiel eine Elektrolokomotive von Charles Grafton Page. Sie kam zwar bei ersten Probeläufen nur auf eine maximale Geschwindigkeit von 31 km/h, für die damalige Zeit war das jedoch schon ein unglaublicher Fortschritt.

Schon als die E-Mobilität noch in den Kinderschuhen steckte, wurde die Entwicklung gefördert. Denn der Patentamt-Angestellte Page erhielt für den Bau zweier E-Lokomotiven einen staatlichen Zuschuss von 20.000 Dollar.

Die ersten Elektro-Straßenfahrzeuge 

Das erste offiziell anerkannte und nicht an Schienen gebundene Elektrofahrzeug wurde 1881 erfunden. Es handelte sich um ein dreirädriges Fahrrad, welches Gustave Trouvé als Prüfstand für die Elektromotoren verwendete, die er selbst baute. Er nutze hierfür erstmals Bleiakkumulatoren, die von Gaston Planté entwickelt wurden und schaffte eine Spitzengeschwindigkeit von 12 km/h.

Sein Trouvé Tricycle wurde auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris ausgestellt. Es war somit wenige Monate vor dem später vorgestellten Elektrofahrzeug von Ayrton und Perry zu sehen. Diese wiederrum entwickelten den Bleiakkumulator von Planté weiter.

Dieser Zeitpunkt läutete die weitere und zunehmende Entwicklung der elektrobetriebenen Fahrzeuge ein. Parallel waren auch dampfbetriebene Fahrzeuge stark vertreten. 

Die Geburtsstunde des Automobils

1886 schaffte Carl Benz einen Meilenstein der Automobilindustrie: Sein Benz-Patent-Motorwagen Nummer 1 war der erste Personenkraftwagen mit Verbrennungsmotor. So rückten die Verbrennungsmotoren zwar in den Mittelpunkt des Geschehens, gleichzeitig nahm aber auch der Anteil an batteriebetriebenen Autos zu. Im Jahr 1900 handelte es sich schon bei jedem dritten Fahrzeug in Amerika um ein solches Gefährt mit bis zu 100 km Reichweite. Die Nachteile dieser Fahrzeuge waren jedoch die langen Ladezeiten, die geringe Sicherheit und die relativ kurze Lebensdauer. 

Ferdinand Porsche und der Kutschenhersteller Ludwig Lohner stellten 1900 ein Fahrzeug mit rein elektrischem Antrieb vor. Grund für die neuartige Herangehensweise sei die Luftverschmutzung durch Benzinmotoren gewesen. Das E-Auto konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erreichen und hatte eine Reichweite von rund 50 Kilometern. Dies lag an dem relativ schweren Gewicht des Fahrzeugs. So wurde der “Lohner-Porsche” im Jahr 1902 weiterentwickelt. Es entstand der “Mixte Wagen”, eines der ersten Hybridfahrzeuge. Mit Hilfe eines Verbrennungsmotors von Daimler konnte der Akku aufgeladen werden. 

Rückläufige Entwicklung: Wie konnte der Verbrenner das Elektroauto verdrängen?

Trotz des großen Anteils der E-Fahrzeuge und der guten Reichweite kam es zur Verdrängung durch die Verbrenner-Fahrzeuge. Ab ca. 1910 hat der Verbrennungsmotor den Elektromotor sogar nahezu komplett verdrängt. Elektrofahrzeuge bildeten nur noch einen Nischenmarkt. Dies hatte verschiedene Ursachen:

  1. Der Anlasser für den Ottomotor wurde neuentwickelt, er löste die bisher benötigte Kurbel ab.
  2. Öl wurde immer günstiger und Tankstellen breiteten sich weiter aus.
  3. Natürlich war auch der Wegfall der Ladezeiten ausschlaggebend. Im Gegensatz zum langwierigen Aufladen der Bleiakkus konnte eine Fahrt direkt nach Auffüllen des Öls fortgesetzt werden.
  4. Neben diesen Ursachen hatten auch Marketingkampagnen eine ausschlaggebende Rolle im Verdrängungswettbewerb, die das Image des Verbrennungsmotors durch Hervorhebung der Stärken massiv aufbesserten.
  5. Weiteren Einfluss nahmen auch beide Weltkriege und die Industrie, die sich komplett auf diese Fahrzeugtyp eingestellt hatte.

Die 1990er: Elektroauto-Entwicklung blüht wieder auf

Wie hat das E-Auto ein Comeback geschafft? Wie immer bedurfte es dafür einer Krise, bei der es sich diesem Mal um die Ölkrise handelt. Urauslöser hierfür: Der Golfkrieg der 90er Jahre. Durch die wachsende Angst der Menschen aufgrund der immer knapper werdenden Rohstoffe blühte das Interesse an Elektroautos neu auf.

Volkswagen und General Motors versuchten zunächst E-Autos in Kleinserie herauszubringen, scheiterten aber. Auch erste Prototypen von BMW und Mercedes kamen über eine Vorstellung auf der IAA (Internationalen Autoausstellung) nicht hinaus. Das Schweizer Unternehmen Max Horlacher stellte 1991 sein Auto „Sport 1“ vor, welches damals schon knapp 550 km mit einer Akku-Ladung fahren konnte. Reichweitenängste waren zu dem Zeitpunkt eigentlich bereits entkräftet. Dennoch hatten diese Fahrzeuge letztendlich keinen Erfolg, was wohl durch das Ende der Ölkrise erklärt werden kann. Da Öl nun wieder uneingeschränkt zur Verfügung stand, konnte weiter am Verbrennmotor festgehalten werden.

Tesla revolutioniert den Markt

Ab den 2000er Jahren kamen mehrere kleine elektrische Modelle von weniger bekannten Herstellern auf den Markt. Das änderte sich dann 2006, als der erste Tesla Roadster vorgestellt wurde. Mit seiner Reichweite, Schnelligkeit und dem Design setzte das E-Auto neue Maßstäbe.

Der amerikanische Autohersteller Tesla gilt als Elektroautopionier, auch wenn es nicht das erste Unternehmen war, das E-Autos herstellte. Es konnte jedoch als erstes Unternehmen demonstrieren, dass auch ein E-Auto sportlich und schick sein kann. Ab diesem Moment drängten mehr und mehr Anbieter auf den Markt und präsentierten neue Fahrzeugmodelle.

Heute und morgen: Elektroautos weiter auf dem Vormarsch

Seit dem Tesla Model S von 2012 konnten Elektroautos durchaus mit den Verbrennern mithalten. Zwar sind die elektrischen Flitzer im Vergleich teuer, doch die Preise sollen zukünftig sinken. Die Bundesregierung fördert den Elektromobilitätsmarkt derzeit mit einem Umweltbonus und zusätzlich einer Innovationsprämie. Aber auch die Autohersteller suchen nach Lösungen: VW möchte in den nächsten Jahren mehrere Elektroautos zu einem Preis von unter 20.000 € auf den Markt bringen, die dennoch über eine gute Reichweite verfügen. Der VW E-Up liegt mit Nutzung der aktuellen Fördermittel bereits jetzt unter 20.000 Euro. Auch mit dem ID.3 und ID.4 haben sich mittlerweile beliebte E-Modelle am Markt etabliert.

Heute verfolgt jeder große Automobilhersteller seine eigene Strategie in Sachen Elektromobilität. Klar ist jedoch, dass die Elektromobilität nicht mehr aufzuhalten ist. Insbesondere mit Beginn einer weiteren weltweiten Krise, die Corona-Krise, ist ein regelrechter Boom entstanden. Die Zahlen der neu zugelassenen E-Autos steigen und auch die Ladesäuleninfrastruktur mit öffentlichen Ladepunkten und privaten Wallboxen wächst unaufhaltsam.

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