Umweltfreundlich und effizient: Wärmepumpen

Wer das Klima schützt, muss nicht auf Wohnkomfort verzichten. Denn Wärmepumpen nutzen natürliche Energiequellen, um Wärme für die Heizung und das Warmwasser Ihres Zuhauses zu erzeugen. Ob Wärme aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser – neben natürlichen Wärmequellen benötigen Wärmepumpen für den Antrieb Strom. Mit dem günstigen MAINGAU-Ökostromtarif für Wärmepumpen schonen Sie nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel.

Was ist eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen sind Maschinen, die sich die unerschöpflichen Energiequellen der Umwelt zu Nutze machen. Durch die thermische Energie aus der Luft, der Erde oder dem Grundwasser können Wärmepumpen sowohl Heizwärme als auch Warmwasser zur Verfügung stellen. Darüber hinaus können viele Wärmepumpen auch kühlen. Während Öl- oder Gasheizungen laut Bundesverband Wärmepumpe e.V. sieben bis zehn Tonnen CO2 im Jahr ausstoßen, heizen Wärmepumpen deutlich effizienter und mit Ökostrom betrieben sogar nahezu emissionsfrei.

Vorteile einer Wärmepumpe

Umweltfreundlich - Anders als Gas- oder Ölheizungen haben Wärmepumpen keinen Verbrennungsvorgang, sondern heizen durch einen emissionsfreien Kreislauf. Wird die Wärmepumpe mit Ökostrom versorgt, ist das Heizen noch umweltfreundlicher.

Energieeffizient - Während beim Verbrennungsverfahren ein Teil der Energie verloren geht, vervierfacht eine Wärmepumpe den Input sogar: Drei Viertel der Energie stammen aus natürlichen Wärmequellen, für den Antrieb der Wärmepumpe wird nur ein Viertel Strom benötigt.

Wartungsarm - Schornsteinfeger werden überflüssig! Auch andere Betriebskosten halten sich bei Wärmepumpen absolut in Grenzen. Der Kreislauf in der Wärmepumpe hat wenige mechanische Komponenten, die haltbar und kaum anfällig sind.

 

 

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Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?

Die Arten der Wärmepumpe sind abhängig von der jeweiligen Wärmequelle und der abgegebenen Energie. Die Luftwärmepumpe befindet sich außerhalb des Hauses und saugt die Außenluft über einen Ventilator an. Sie gibt die gewonnene Wärme entweder an den Warmwasserkreislauf weiter (Luft-Wasser-Wärmepumpe) oder an die Raumluft (Luft-Luft-Wärmepumpe). Die Erdwärmepumpe macht sich die konstante Wärme im Erdreich zu Nutze (Sole-Wasser-Wärmepumpe). Nach einer Erdbohrung werden entweder Erdsonden oder Erdkollektoren im Erdreich platziert. Darüber wird die Erdwärme zur Wärmepumpe im Inneren des Hauses geleitet. Die Wasserwärmepumpe benötigt einen Brunnen außerhalb des Hauses und nutzt als Wärmequelle entweder das Grundwasser, das Oberflächenwasser oder das Abwasser.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Im Grunde funktioniert die Wärmepumpe wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt. Mit Strom als Antrieb nutzt die Wärmepumpe die Energie aus der Umwelt – zum Beispiel aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Anders als Gas- oder Ölheizungen funktioniert das Heizen jedoch nicht durch eine Verbrennung, sondern durch einen effizienten Kreislauf. In diesem Kreislauf zirkuliert ein flüssiges Kältemittel, das durch die jeweilige Umweltwärmequelle in einen gasförmigen Zustand übergeht. Ein Kompressor saugt den Kältemitteldampf an und verdichtet ihn. So verringert sich das Volumen, der Druck erhöht sich und die Temperatur des Kältemitteldampfes steigt. Über den Verflüssiger kommt das Kältemittel dann in Kontakt mit dem Heizkreislauf des Hauses und gibt seine Wärme ab. Dadurch wird das Kältemittel wieder abgekühlt, bewegt sich weiter Richtung Expansionsventil, dehnt sich weiter aus und verflüssigt sich. So steht es dem Verdampfer wieder zur Verfügung und der Kreislauf beginnt auf ein Neues.

 

 

Was beeinflusst den Stromverbrauch einer Wärmepumpe?

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist die entscheidende Größe zur Berechnung des Energiebedarfs einer Wärmepumpe. Mit der Jahresarbeitszahl kann das Verhältnis zwischen der erzeugten Wärmeenergie und dem verbrauchten Strom berechnet werden. Je höher diese ist, desto effizienter ist die Wärmepumpe. Die Formel zur Berechnung des jährlichen Stromverbrauchs einer Wärmepumpe lautet:

Jährlicher Stromverbrauch = (Heizleistung / Jahresarbeitszahl) x Heizstunden

Weitere Faktoren, die den Stromverbrauch einer Wärmepumpe beeinflussen: Zum einen ist die Gebäudegröße entscheidend – so kann die Heizleistung zum Beispiel fünf oder sogar 15 Kilowatt betragen. Zum anderen ist auch das Alter und die Art des Heizsystems (Luftwärmepumpe, Erdwärmepumpe, Wasserwärmepumpe) entscheidend für die Jahresarbeitszahl und damit auch die Energieeffizienz. Weiterhin beeinflussen schwankende Temperaturen wie beispielsweise die Umgebungsluft den Stromverbrauch – im Winter ist der Stromverbrauch zum Heizen deutlich höher als im Sommer.

Wie wird der Stromverbrauch einer Wärmepumpe abgerechnet?

Heizstrom und Haushaltsstrom werden bei Eintarifzählern mit einem einzigen Zählwerk erfasst. Dagegen erfassen Zweitarifzähler den Stromverbrauch mit zwei Zählwerken in unterschiedlichen Zeiträumen – sie messen Tages- und Nachtstrom getrennt voneinander. Das hat den Vorteil, dass tagsüber zum Hochtarif (HT) und nachts zum Niedertarif (NT) abgerechnet wird. Zu Zeiten des Niedertarifs ist der Verbrauchspreis pro Kilowattstunde günstiger. Diese Art von Stromzähler werden in der Regel für Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen verwendet.

Was ist Heizstrom und warum ist er günstiger?

Heizstrom wird zum Betreiben der Anlagen genutzt, mit denen man ein Haus beheizt. Wärmepumpen benötigen zum Beispiel Strom für den Antrieb, um natürliche Wärmequellen zum Heizen des Hauses zu nutzen. Im Gegensatz zu Haushaltsstrom ist Heizstrom günstiger: Sowohl die Konzessionsabgabe als auch die Netzentgelte sind geringer. Das liegt daran, dass die Anlage als „unterbrechbare Verbrauchseinheit“ beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet ist. Bei hoher Auslastung des Stromnetzes kann der Netzbetreiber die Heizstrom-Anlagen kurze Zeit vom Netz nehmen.

Was ist der Unterschied zwischen Nachtspeicherheizung und Wärmepumpe?

Obwohl beide Heizungen als „unterbrechbare Verbrauchseinheit“ beim Netzbetreiber angemeldet werden, ist die Technik und Energieeffizienz absolut verschieden. Eine Nachtspeicherheizung ist eine elektrisch betriebene Heizung, deren Wärmespeicher sich nachts auflädt. Der Stromverbrauch solcher Heizungen ist vergleichsweise hoch und wenig effizient. Dagegen sind Wärmepumpen besonders energieeffizient und benötigen für das Heizen überwiegend natürliche Wärmequellen und nur wenig Strom für den Antrieb.