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Gasverbrauch

Wie kommt der Gasverbrauch zu Stande?

Der Gasverbrauch eines Haushaltes ist von mehreren Faktoren abhängig. Wird das Gas nur zum Heizen des Hauses beziehungsweise der Wohnung genutzt, berechnet sich der Gasverbrauch nach der Größe des Haushaltes in Quadratmetern (m2). Allerdings haben neben der Haushaltsgröße auch noch andere Faktoren Einfluss auf die Höhe des Verbrauchs an Gas. Hierzu gehören unter anderem die Wärmedämmung des Hauses, der Wirkungsgrad der Heizung sowie die Lebensgewohnheiten der Bewohner. Zudem sollte man bedenken, dass lange Perioden von starker Kälte längeres Heizen notwendig machen und somit auch einen höheren Gasverbrauch verursachen.

Allerdings kann jeder Bewohner zu einem verantwortungvollen Umgang mit Energie beitragen. Wer nur einige der Energiespartipps befolgt, wird schnell verringerte Kosten bei der Heizungabrechnung spüren.

Durchschnittswerte zum Gasverbrauch

Um eine ungefähre Vorstellung vom Gasverbrauch durch das Heizen eines Haushaltes zu geben, stellen wir hier die folgenden Durchschnittswerte zur Verfügung, diese können jedoch vom individuellen Verbrauch eines Haushaltes abweichen:

• Gasverbrauch einer Wohnung mit 30 m2: Etwa 4.000 kWh pro Jahr

• Gasverbrauch einer Wohnung mit 50 m2: Etwa 7.000 kWh pro Jahr

• Gasverbrauch einer Wohnung mit 100 m2: Etwa 14.000 kWh pro Jahr

• Gasverbrauch eines durchschnittlichen Reihenhauses: Etwa 20.000 kWh pro Jahr

• Gasverbrauch eines durchschnittlichen Einfamilienhauses: Etwa 30.000 kWh pro Jahr

Wird das Gas im Haushalt auch zum Kochen und zur Warmwasserbereitung verwendet, so erhöht sich der Gasverbrauch entsprechend. Hierbei spielt dann natürlich auch die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen eine wichtige Rolle.

Wie kann der Gasverbrauch im Haushalt gesenkt werden?

Wenn es um die Senkung des Gasverbrauchs für die Heizung im Haushalt geht, muss man zunächst zwischen Hauseigentümer und Mietern unterscheiden. Denn das Haus und die Heizungsanlage gehören dem Hauseigentümer, dieser kann durch Modernisierungsmaßnahmen jedoch viel zu einem wesentlich niedrigeren Gasverbrauch beitragen. Unabhängig von den Eigentumsverhältnissen können jedoch alle Haushalte aktiv dazu beitragen, dass der Gasverbrauch des Hauses und somit die Kosten für das Gas sinken.

Gasspartipps speziell für Hauseigentümer

Wärmedämmung des Hauses

Besonders Altbauten verlieren viel Heizwärme, weil sie nicht oder nur unzureichend gedämmt sind. Je mehr Heizwärme jedoch entweicht, desto mehr Leistung muss die Heizungsanlage aufbringen und desto mehr Gas wird verbraucht. Eine neue Dämmung der Fassade, des Kellers und des Daches hilft also indirekt, den Gasverbrauch zu senken, die erreichten Einsparungen machen die nötigen Investitionen schnell wieder wett.

Wärmedämmung der Leitungen

Schlecht gedämmte Leitungen und nackte Rohre sind ein weiterer Grund für den Verlust wertvoller Heizwärme und führen ebenfalls zu höherem Gasverbrauch. Deshalb sollte auch hier im Bedarfsfall nachgebessert werden.

Alten Heizkessel durch Brennwertkessel ersetzen

Vornehmlich in Altbauten stehen noch immer sehr alte Heizkessel, durch einen Austausch gegen einen modernen Brennwertkessel können Sie an dieser Stelle zwischen 20 und 40 Prozent Ihres Gasbrauchs einsparen. Bei moderner Brennwerttechnik wird beispielsweise auch die Abgaswärme genutzt, die alte Heizanlagen einfach zum Schornstein hinauspusten.

Gasspartipps für alle Bewohner

Heizkörper richtig nutzen

Die Heizkörper Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung sollten so frei wie möglich, also mit einigem Abstand von der Wand oder Möbelstücken hängen und nicht abgedeckt werden. Auf diese Weise zirkuliert die Luft um den Heizkörper herum besser und sorgt dafür, dass es im Raum auch bei nicht vollständig aufgedrehter Heizung schneller warm wird. Bedenken Sie, dass jedes Grad, um das Sie die Stärke Ihrer Heizung höher einstellen, die Heizkosten um bis zu 5 Prozent erhöhen kann.

Richtig lüften

Wenn Sie einen Raum lüften, sollten Sie dies in Stößen von etwa 5 Minuten, am besten mit Durchzug, tun. Denn auf diese Weise wird die Luft im Raum gleichmäßig ausgetauscht und erwärmt sich auch schneller wieder, ohne dass Sie die Temperatur Ihrer Heizung erhöhen müssen. Kippen Sie hingegen nur für einen längeren Zeitraum die Fenster, entweicht die Wärme aus dem Raum und es dauert nach dem Schließen der Fenster länger, bis sich die Raumtemperatur wieder einpendelt.

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