Glossar | MAINGAU Energie

Glossar

Abschlag  

Mit Ihrem individuellen Abschlag zahlen Sie monatlich für Strom oder Erdgas. Ihre bereits geleisteten Abschläge werden in Ihrer Rechnung mit den Kosten Ihres tatsächlichen Energieverbrauchs verrechnet. Waren die Abschläge für Ihren Verbrauch zu hoch, bekommen Sie eine Gutschrift, die innerhalb der nächsten 2 Tage nach Rechnungsstellung überwiesen wird. Waren die Abschlagszahlungen zu niedrig, wird eine Nachzahlung fällig. 

Der Abschlag wird aus Ihrem voraussichtlichen Jahresverbrauch für Strom oder Erdgas und den aktuellen Energiekosten errechnet. Für die Schätzung Ihres voraussichtlichen Energieverbrauchs wird Ihr letztjähriger Verbrauch als Maßstab zugrunde gelegt. Die geschätzten Kosten für ein Jahr werden anschließend durch zwölf geteilt, um einen Betrag für Ihre monatlichen Teilzahlungen zu erhalten. Mit der Jahresrechnung werden dann die geleisteten Zahlungen mit Ihrem tatsächlichen Verbrauch verrechnet.

Arbeitspreis

Die Kosten für Strom und Gas werden in einen Grundpreis und einen Arbeitspreis aufgeteilt. Der Arbeitspreis ist der Preis für das verbrauchte Gas oder den verbrauchten Strom in Cent pro Kilowattstunde. Bei den meisten Anbietern muss neben dem Arbeitspreis ein Grundpreis gezahlt werden. Der Arbeitspreis setzt sich aus Beschaffungskosten, Netzentgelten, Konzessionsabgaben, staatlichen Steuern und Abgaben zusammen und stellt somit den verbrauchsabhängigen Preis dar.

EEG-Umlage

Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau von Erneuerbaren Energien gefördert und somit die Energiewende unterstützt. Betreiber von Erneuerbare Energien-Anlagen, die Strom aus Wind, Wasser, Sonne, Geothermie oder Biomasse produzieren und in das Stromnetz der öffentlichen Versorgung einspeisen, erhalten hierfür eine festgelegte Vergütung. Die Regierung verpflichtet die Netzbetreiber, diesen Strom abzukaufen. Diese verkaufen den eingespeisten Strom wiederum weiter an der Strombörse. Meistens erhalten sie aber nicht den Preis, den sie zuvor an den Anlagenbetreiber gezahlt haben. Die Differenz bekommen sie deshalb aus dem EEG-Topf. Und dieser speist sich aus der EEG-Umlage, die jeder Verbraucher über den eigenen Strompreis mitbezahlt.

In anderen Worten: Die Auszahlungen an die EE-Anlagenbetreiber übersteigen die Einnahmen aus dem Verkauf der Strommengen teilweise um ein Vielfaches. Dieser Differenzbetrag wird durch die EEG-Umlage auf alle Stromverbraucher umgelegt.Grundsätzlich müssen alle Stromverbraucher die EEG-Umlage bezahlen, da sie Teil des Strompreises ist. Die Höhe der EEG-Umlage wird durch die Netzbetreiber festgelegt und bis jeweils Mitte Oktober für das Folgejahr angepasst.

Grundpreis

Der Grundpreis ist der konstante Teil auf Ihrer Stromrechnung. Er ist vom Verbrauch unabhängig und wird jeden Monat pauschal erhoben. Der Grundpreis bildet gemeinsam mit dem Arbeitspreis den Strompreis, der an den Stromanbieter gezahlt wird. Beim Grundpreis werden die Aufwendungen des Stromversorgers für Abrechnung, Leistungsbereitstellung, Stromzählerbereitstellung und -miete sowie die allgemeinen Vertriebskosten auf den Verbraucher umgelegt.

Grundversorgung

Unter dem Grundversorger ist das Energieversorgungsunternehmen (EVU) mit den meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet zu verstehen. Meist ist dieses EVU das örtliche Stromversorgungsunternehmen, wie z.B. die Stadtwerke. Ihr Grundversorger ist dazu verpflichtet, alle Haushaltskunden zu allgemeinen Bedingungen und Preisen zu versorgen (StromGVV oder GasGVV). Die Grundversorgung ist in der Regel ein vergleichsweise teurer Tarif, der sich mit einer Frist von zwei Wochen kündigen lässt. Die Kündigung übernimmt der neue Stromanbieter.

Kilowattstunde 

Eine Kilowattstunde (kWh) – auch als elektrische Arbeit bezeichnet – entspricht der Menge an Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von einem Kilowatt innerhalb einer Stunde produziert. Was allgemein als Energie- oder Stromverbrauch verstanden wird, ist demnach nichts anderes als elektrische Arbeit.

Konzessionsabgabe

Strom- und Gasnetzbetreiber müssen eine Konzessionsabgabe zahlen, um öffentliche Verkehrswege nutzen zu können (Konzessionsabgabenverordnung). Damit erkaufen sie sich das Recht, Energieversorgungsleitungen zu verlegen und zu betreiben. Zulässigkeit und Höhe der Konzessionsabgaben werden in der Konzessionsabgabenverordnung geregelt. Die Konzessionsabgabe ist für Städte und Gemeinden eine starke Einnahmequelle. Der Anteil der Konzessionsabgabe am Strompreis beträgt rund 6 Prozent, am Gaspreis hingegen nur 0,5 Prozent.

Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizungen sind mit Strom betriebene Heizungen, die mit preiswerterem Nachtstrom beheizt werden, die erzeugte Wärme speichern und diese tagsüber an die einzelnen Räume abgeben.

Netznutzungsentgelte

Netznutzungsentgelte (NNE) werden als Gebühr für die Durchleitung von Energie vom Kraftwerk zum Verbraucher berechnet. Sie sind in der Regel ein Bestandteil des Strom- oder Gaspreises. Das heißt, dass der jeweilige Netznutzer die Netzentgelte von den Verbrauchern „einsammelt“ und weiter an den Netzbetreiber leitet.

Netzbetreiber

Netzbetreiber koordinieren den Transport und die Verteilung des Stroms vom Kraftwerk zum Verbraucher. Während sogenannte Übertragungsnetzbetreiber die großen Stromtrassen bedienen, ist für jeden einzelnen Haushalt der örtliche Verteilnetzbetreiber zuständig. In Deutschland gibt es vier Übertragungsnetzbetreiber für Strom: TransnetBW GmbH, Tennet TSO GmbH, Amprion GmbH und 50Hertz Transmission GmbH.  Der Netzbetreiber kann nicht gewechselt werden, da er ein zeitlich begrenztes, örtliches Monopol hat. Auch nach einem Stromanbieterwechsel bleibt er derselbe.

Ökostrom

Unter Ökostrom versteht man die ökologische Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, wie Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft. Dadurch bietet Ökostrom gegenüber konventionell erzeugtem Strom zwei Vorteile: Ökostromquellen sind nahezu unbegrenzt verfügbar und es entstehen keine schädlichen CO2-Emissionen bei der Erzeugung dieser Energien.

Stromanbieter

Der Stromanbieter ist für die Belieferung seiner Kunden mit Strom verantwortlich. Dabei kann es sich um das örtliche Stadtwerk oder ein regional bis bundesweit agierendes Unternehmen handeln. Jeder Haushalt kann einen eigenen Stromliefervertrag mit dem Anbieter seiner Wahl abschließen und diesen beliebig häufig wechseln.

Wärmepumpe

Wärmepumpen nutzen die in der Umwelt verfügbare Energie zur Wärmerzeugung. Vereinfacht dargestellt, wird die Wärme aus der Umwelt ins Haus gepumpt und auf ein höheres Temperaturniveau gehoben, um sie so für die Heizung nutzbar zu machen. Dies kann mit der Funktionsweise eines Kühlschranks verglichen werden – nur umgekehrt.