Digitaler Datenmüll
Digitaler Datenmüll: So wirken sich Speicherbedarf und Energieverbrauch aus
Digitale Daten benötigen für ihre Speicherung und Verarbeitung Energie. Wie hoch der damit verbundene Energieverbrauch ist, hängt unter anderem von der Datenmenge, der Speicherdauer, dem jeweiligen Rechenzentrum und dem verwendeten Energiemix ab.
Indem Sie regelmäßig Daten in Ihrer Cloud aufräumen, schaffen Sie Ordnung und verringern den gespeicherten Datenbestand. Ob dadurch auch der Energieverbrauch oder die Emissionen sinken, hängt vom jeweiligen Cloud-Dienst und seiner technischen Infrastruktur ab. Wie digitaler Datenmüll entsteht und wie Sie ihn reduzieren können, erklären wir in diesem Beitrag.
Was ist digitaler Datenmüll?
Digitaler Datenmüll bezeichnet alle digitalen Inhalte, die wir erstellen und speichern, aber nicht mehr nutzen. Dazu gehören alte E-Mails, doppelte Dateien, ungenutzte Apps und Ähnliches. Diese Daten belegen Speicherplatz auf unseren Geräten und in den Cloud-Speichern, die auf Servern weltweit verteilt sind.
Wie entsteht digitaler Datenmüll?
Bei alltäglichen Aktivitäten mit digitalen Geräten, sei es beim Öffnen und Nutzen von Programmen, Surfen im Internet oder beim Starten und Herunterfahren des Computers, entsteht unweigerlich Datenmüll. Dies gilt auch für Geräte wie das MacBook oder iPhone. Zum Beispiel generieren Anwendungen fortlaufend Sicherungsdateien während der Benutzung, die nach dem Abspeichern überflüssig werden. Im Browser-Cache sammeln sich Daten an, die das Laden von Webseiten beschleunigen. Programme wie Apple Fotos speichern temporäre Daten in der iCloud und E-Mail-Programme speichern alte Nachrichten. Auch ungenutzte Apps und Programme führen regelmäßig Hintergrundsynchronisationen durch.
Digitaler Abfall kann sich auch in Form von alten Downloads, verschiedenen Dokumentenversionen, Suchverläufen oder in der Benutzerverwaltung anhäufen. Ohne regelmäßige Bereinigung bleiben diese Datenreste über Jahre hinweg bestehen und der Datenberg wächst kontinuierlich an. Zudem starten Anwendungen langsamer und es geht wertvoller Speicherplatz verloren.
Was können wir gegen digitalen Datenmüll tun?
Bewusstsein schaffen
Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass digitale Daten Speicherplatz und Energie benötigen. Dieses Bewusstsein zu schärfen, ist essenziell.
Datenmüll reduzieren
Regelmäßiges Aufräumen von E-Mails, doppelten Dateien und ungenutzten Apps kann den gespeicherten Datenbestand verringern.
Technologien mit Energieangaben
Unterstützung von Unternehmen, die konkrete Angaben zu den genutzten Energiequellen und zum Energieverbrauch ihrer Technologien machen.
Cloud-Speicher
Bevorzugung von Cloud-Anbietern, die nachvollziehbare Angaben zu den genutzten Energiequellen und zur technischen Infrastruktur machen.
So wird man den Datenmüll los
Erstmal müssen Sie alle überflüssigen Dateien identifizieren. Dafür müssen Sie alle Server und Festplatten absuchen.
Hier sind typische Beispiele für unnötigen Datenmüll:
- Duplikate
- Bilder, die fast identisch sind
- Dateien aus alten Projekten
- Überholte Excel-Tabellen
- Alte und unwichtige E-Mails
- Designvarianten von abgeschlossenen Projekten
- Bereits heruntergeladene Dateien
- Veraltete Präsentationen
- Fehlplatzierte Dateien, die unbemerkt bleiben
- Dateien mit veralteten Informationen
- Nicht mehr benötigte Dateien in Kollaborationstools wie z.B. Miro
Vorteile des digitalen Aufräumens für Unternehmen
- Speicherplatz
Beim Löschen von unnötigen Daten, Videos, Bildern und Apps wird weniger Speicherplatz verbraucht, was somit weniger Serverplatz in Anspruch nimmt und je nach Infrastruktur des Anbieters auch Energie sparen kann. Geringer Datenbestand
Durch das Löschen nicht mehr benötigter Daten verringert sich der gespeicherte Datenbestand und somit je nach Speicher- und Backup-Infrastruktur auch der EnergieverbrauchErhöhte Effizienz
Schnellerer Zugriff auf wichtige Daten, was die Produktivität steigertKosteneinsparung
Direkte und indirekte finanzielle Einsparungen durch effizientere Datenverwaltung und DatenspeicherungImageverbesserung
Positive Auswirkungen auf das Firmenimage durch Kommunikation der Nachhaltigkeitsbemühungen, sofern die tatsächliche Energie- bzw. Emissionswirkung nachvollziehbar belegt werden kann
Tipps zum digitalen Aufräumen
Im Zuge unseres digitalen Alltags sammeln sich schnell große Mengen an Datenmüll an. Doch mit einigen einfachen Tipps lässt sich dieser effizient beseitigen:

