13.07.2023 · Lesedauer 7 min

Elektroautos vs. Verbrenner

Welche laufenden Kosten entstehen?

Vergleich der Kosten: Benzin, Diesel oder Strom?

Der Fortschritt der Elektromobilität hat eine neue Ära des Autofahrens eröffnet. Doch bei aller Begeisterung über neue Antriebstechnologien stellt sich eine entscheidende Frage: Welche Antriebsart verursacht unter den jeweils zugrunde gelegten Bedingungen geringere laufende Kosten? Die Antwort könnte Sie überraschen. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der Tankkosten und anfallenden Steuer ein und blicken auf Fakten, die Ihnen bei der Wahl zwischen einem Elektroauto und Verbrenner weiterhelfen können.

Themenüberblick:

Beispielrechnung zu Energie- und Tankkosten

Der erste Blick auf die Betriebskosten zeigt bereits eine vielversprechende Entwicklung. Aktuellen Berechnungen von CHECK24öffnet in einem neuen Tab zufolge liegen die durchschnittlichen jährlichen Stromkosten für das Laden eines Elektroautos zu Hause bei nur 907 Euro. Angesichts eines aktuellen Benzinpreises von 1,88 Euro pro Literöffnet in einem neuen Tab ergeben sich jährliche Tankkosten von 1.605 Euro für Benziner. Elektroautobesitzer können sich somit über eine Ersparnis von knapp 700 Euro freuen. Ein beeindruckendes Argument für die Elektromobilität. Unter den in der Beispielrechnung zugrunde gelegten Verbrauchs- und Preisannahmen fallen die berechneten Energiekosten des Elektroautos niedriger aus als die entsprechenden Tankkosten des verglichenen Dieselfahrzeugs. Die Ergebnisse können je nach Fahrzeug, Nutzung und Preisentwicklung abweichen.

Berechnungsgrundlage

Das Ladeabenteuer - zu Hause oder unterwegs?

Doch wie sieht es mit den Ladekosten an öffentlichen Ladestationen aus? An öffentlichen Ladestationen können die Preise je nach Anbieter, Tarif, Ladepunkt und Ladeleistung unterschiedlich ausfallen. Für eine Beispielrechnung sollten Sie deshalb den jeweils zugrunde gelegten Tarif und den verwendeten Zeitraum angeben. Die tatsächlichen jährlichen Ladekosten können von den Kosten beim Laden zu Hause deutlich abweichen.

Kfz-Steuer für Elektroautos

Befreiung, Berechnung und Perspektiven

Für reine Elektrofahrzeuge mit einer Erstzulassung bis zum 31. Dezember 2030 kann eine Befreiung von der Kfz-Steueröffnet in einem neuen Tab von bis zu zehn Jahren gelten. Sie endet spätestens am 31. Dezember 2035. Maßgeblich sind die Erstzulassung und die jeweils geltenden gesetzlichen Voraussetzungen. Plug-in-Hybrideöffnet in einem neuen Tab sind von dieser Steuerbefreiung ausgenommen.

Nach Ablauf der Steuerbefreiung wird die Kfz-Steuer für reine Elektrofahrzeuge grundsätzlich auf Basis des zulässigen Gesamtgewichts berechnet. Die festgesetzte Steuer ist dabei grundsätzlich um 50 Prozent ermäßigt. Die konkrete Höhe hängt unter anderem vom zulässigen Gesamtgewicht und den individuellen Fahrzeugdaten ab. Maßgeblich ist die Steuerfestsetzung durch die zuständige Behörde. Nutzen Sie für eine erste Einschätzung den Kfz-Steuer-Rechner des Bundesfinanzministeriumsöffnet in einem neuen Tab.

Für Plug-in-Hybride wird die Kfz-Steuer nach den jeweiligen Fahrzeugdaten, insbesondere nach Hubraum und CO₂-Wert, berechnet. Eine pauschale Aussage zu einer geringeren Steuer gegenüber Benzin- oder Dieselfahrzeugen lässt sich daraus nicht ableiten.

THG-Quote: Zusätzlicher finanzieller Vorteil für E-Auto-Fahrer

Ein weiterer finanzieller Benefit, den E-Auto-Fahrer für sich nutzen können, ist die sogenannte THG-Quote, auch bekannt als Treibhausgasquote. Dahinter verbirgt sich eine jährliche Prämie, die E-Auto-Besitzer beantragen können. Somit können sie quasi ihre Kosten für das Fahrzeug weiter senken und einen zusätzlichen finanziellen Vorteil erhalten.

Anschaffungskosten sinken

Ein großes Argument gegen ein E-Auto sind trotz der langfristig günstigen Betriebskosten für viele Menschen die Anfangsinvestitionen. Die Anschaffungskostenöffnet in einem neuen Tab sind zwar oftmals noch höher als die Kosten für einen Verbrenner, doch sinken von Jahr zu Jahr immer weiter. Die günstigsten vollelektrischen Neuwagen gibt es auf dem Markt bereits für 20.000 bis 30.000 Euroöffnet in einem neuen Tab, unter den günstigen E-Autosöffnet in einem neuen Tab findet sich beispielsweise der Dacia Spring und der Renault Twingo E-Tech.

Fazit

Bei allen finanziellen Überlegungen ist es wichtig, einen langfristigen Blick auf die Betriebskosten zu werfen. Ob sich höhere Anschaffungskosten durch niedrigere laufende Kosten ausgleichen, hängt unter anderem vom Fahrzeug, der jährlichen Fahrleistung, der Haltedauer, der Ladeart, den Energiepreisen, der Versicherung, der Wartung, der Steuer und dem Wertverlust ab. Der Artikel betrachtet nur ausgewählte Kostenpositionen. Für eine persönliche Einschätzung ist eine individuelle Gesamtkostenrechnung erforderlich.

Ein allgemeingültiges Ergebnis gibt es beim Kostenvergleich nicht. Unter den im Artikel zugrunde gelegten Annahmen können die berechneten Energiekosten eines Elektroautos insbesondere beim Laden zu Hause niedriger ausfallen als die entsprechenden Tankkosten eines Verbrenners. Ob sich ein Elektroauto finanziell lohnt, hängt daher von Ihrem Fahrzeug, Ihrer Nutzung und den jeweils geltenden Preisen ab.

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