Strom versus Sprit

Wie fährt man günstiger?

Der Umstieg auf Elektromobilität ist aktuell trotz höherer Anschaffungskosten attraktiver denn je. Gerade auf lange Sicht ist das E-Auto aufgrund günstigerer Betriebskosten – hier allen voran die günstigeren „Tankkosten“ bzw. Ladekosten – die finanziell bessere Lösung. Bei den aktuellen Kraftstoffpreisen, die sich auf einem stabilen Rekordhoch befinden, bietet sich ein E-Auto mit geringeren Ladekosten an.

Gibt es diese Einsparung tatsächlich und lässt sich diese Behauptung durch Zahlen und Fakten belegen? Wir haben recherchiert.

Hohe Spritpreise und deren Zusammensetzung

Eine Tankfüllung mit dem Verbrenner ist in den letzten Wochen sehr teuer geworden. Im Januar 2022 lag der Durchschnittspreis für einen Liter Benzin noch bei 1,72 €. Ende März sind wir bei 2,08 € und sehen Stand jetzt noch keine Preisreduzierung an der Tankstelle nach dem angekündigten Entlastungspaket der Bundesregierung. Wie noch nicht allen bekannt, setzt sich der Spritpreis in Deutschland zu 36,6 % aus der Mineralölsteuer, zu 15,97 % aus der Mehrwertsteuer und zu 4,03 % aus der CO2-Steuer zusammen. Der restliche Anteil besteht dann nur noch aus dem eigentlichen Produktendpreis von 33,19 % und 10,21 % Gewinnanteil für die Kraftstoffunternehmen. Dabei erkennt man direkt, dass der Benzinpreis maßgeblich von den festgelegten Abgaben des Gesetzgebers abhängig ist und somit oft in der Kritik steht.

Benzin vs. Strom: Beispielrechnung

Grundlegend für die Berechnung ist der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch eines Benziners von 7,4 Litern auf 100 km laut Umweltbundesamt für das Jahr 2020.

Der Durchschnittswert für den Stromverbrauch bei Elektroautos ergibt sich in unserem Beispiel aus Messwerten von diversen E-Autos. Daraus folgt ein durchschnittlicher Stromverbrauch von 21,3 kWh auf 100 km.

Der durchschnittliche Strompreis für März 2022 liegt aktuell bei 0,3702 € pro kWh.

Für eine Strecke von 100 km würde man bei einem durchschnittlichen Benzinpreis von 2,08 € im März 2022 15,39 € auf 100km/h bei einem Verbrauch von 7,4 l bezahlen. Dieselbe Strecke kann man mit einem E-Auto bei 21,3 kWh für 7,89 € fahren. Dabei ergibt sich eine Differenz von 7,50 €. 

E-Auto laden Laden zuhause mit Wallbox 

Viele Ladevorgänge des Elektroautos finden an den heimischen Steckdosen bzw. Wallboxen statt. Nimmt man den aktuellen Durchschnittspreis einer Kilowattstunde Strom als Ausgangsbasis, so liegt diese aktuell bei ca. 37 Cent. Vergleicht man die durchschnittlichen Verbrauchskosten eines E-Autos mit den klassischen Kraftstoffarten wie Superbenzin, sieht man, dass sich die „Tankkosten“ so deutlich reduzieren lassen.

Schneller und sicherer funktioniert das Laden mit einer Wallbox – je nach Modell gibt es unterschiedliche Ladeleistungen. Eine Auswahl an diversen Wallboxen finden Sie auch in unserem Onlineshop. 

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Laden an öffentlichen Ladesäulen

Ein direkter Vergleich an öffentlichen Ladesäulen ist insgesamt schwieriger. Dort herrscht ein buntes „Anbieter-Durcheinander“, das für den E-Mobilisten meist nicht zu durchschauen ist. Hierfür sind die verschiedenen Marktteilnehmer und deren Rollen verantwortlich. 

E-Mobilitäts-Provider (EMP)

Ein EMP ist der Marktpartner, der in der Regel beim Kunden in Erscheinung tritt und mit dem dieser einen Vertrag schließt. Er kommuniziert die Tarifstruktur und die Preise und rechnet alle getätigten Ladevorgänge mit den Kunden ab.

Der MAINGAU Autostromtarif ist ein solcher EMP und unterstützt seine Nutzer nicht nur mit einem weit gefächerten Ladenetz mit über 600.000 Ladepunkten in ganz Europa, sondern auch mit einfachen, nachvollziehbaren Preisen. 

Charge Point Operator (CPO)

Der CPO beantragt die Genehmigung einer Ladesäule, lässt diese bauen und sorgt für die Stromversorgung, sofern er den Strom nicht sogar selbst liefert. Er ist somit der Betreiber des Ladepunktes und kann diesen per Direct-Payment (Kreditkarte oder Paypal direkt an der Lademöglichkeit selbst) über eine App dem E-Fahrer zugänglich machen.

Ein Anbieter rechnet pauschal per Ladung ab, andere nach Standzeit, wieder andere nach geladener Kilowattstunde. Das macht es für den Endnutzer nicht gerade einfach.

Fazit

Unabhängig davon, wohin die Reise in Sachen E-Mobilität geht, ist wohlbemerkt zu erkennen, dass der Strompreis gegenüber den Spritpreisen stabiler bleibt.

Sinkende Anschaffungskosten bei Elektrofahrzeugen optimieren zusätzlich die Kostenbilanz und machen die Beantwortung der Frage „Strom oder Sprit?“ nochmals einfacher.

In unserem Rechenbeispiel kann man gut erkennen, dass der Stromer besser abschneidet als der Benziner. 

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