einfachemobil - Strom versus Sprit – Wie fährt man günstiger

Der Umstieg auf Elektromobilität ist zwar im ersten Schritt mit höheren Anschaffungskosten für das Fahrzeug verbunden, spart aber auf lange Sicht deutlich Geld durch die günstigeren Betriebskosten – hier allen voran die „Tankkosten“ bzw. Ladekosten.

Ist das nur gefühlt so, oder lässt sich diese Behauptung durch Zahlen und Fakten stützen? Wir haben recherchiert und können folgendes berichten.

Laden an heimischen Steckdosen

Die weit überwiegende Mehrzahl an Ladevorgängen findet an den heimischen Steckdosen bzw. Wallboxen statt. Nimmt man den aktuellen Durchschnittspreis einer Kilowattstunde Strom als Ausgangsbasis, so liegt diese bei ca. 30 Cent.

Vergleicht man die durchschnittlichen Verbrauchskosten eines E-Autos mit den klassischen Kraftstoffarten (z.B. für einen VW Golf) sieht man, dass sich die „Tankkosten“ so fast halbieren lassen.

Verbrauch

Kosten pro kWh / Liter 

Kosten auf 100 km

16 kWh

0,30 €/kWh

4,80 €

6,0 l Diesel

1,25 €/l

7,50 €

7,7 l Sprit

1,41 €/l

10,85 €

Laden an öffentlichen Ladesäulen

Schwieriger wird ein direkter Vergleich, wenn an öffentlichen Säulen geladen wird. Dort herrscht ein buntes “Anbieter-Durcheinander“, dass für den E-Mobilisten meist nicht zu durchschauen ist. Hierfür sind die verschiedene Marktteilnehmer und deren Rollen verantwortlich, daher möchte wir diese vorstellen:

1. Der Charge Point Operator (CPO)

Der CPO beantragt die Genehmigung einer Ladesäule, lässt diese bauen und sorgt für die Stromversorgung, sofern er den Strom nicht sogar selbst liefert. Er ist somit der Betreiber des Ladepunktes und kann diesen per Direct-Payment über eine App dem E-Fahrer zugänglich machen.

CPOs haben jedoch keine dauerhafte vertragliche Kundenbeziehung zum E-Mobilisten. Laden per Direct-Payment ist für diesen recht unübersichtlich, da die Preise zum einen nicht direkt an der Säule ersichtlich sind und zum anderen die Preisfindung auf unterschiedlichste Art und Weise zustande kommt. Ein Anbieter rechnet pauschal per Ladung ab, andere nach Standzeit, wieder andere nach geladener Kilowattstunde. Das macht es für den Endnutzer nicht gerade einfach.

 

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2. Der E-Mobilitäts-Provider (EMP)

Abhilfe bieten hier die EMPs, die den E-Mobilisten einen Zugang zur Ladeinfrastruktur ermöglichen. Über die Herausgabe von Ladekarten, Ladechips oder auch Zugangsmöglichkeiten über QR-Codes mittels App machen sie das Durchführen und die Abrechnung von Ladevorgängen einfach und übersichtlich möglich.

Ein EMP ist der Marktpartner, der in der Regel beim Kunden in Erscheinung tritt und mit dem dieser einen Vertrag schließt. Er kommuniziert die Tarifstruktur und die Preise und rechnet alle getätigten Ladevorgänge mit den Kunden ab. Zudem puffert der EMP die unterschiedlichen Preise verschiedener CPOs ab.

 

EinfachStromLaden das Autostrom-Angebot der MAINGAU Energie GmbH ist ein solcher EMP und unterstützt seine Nutzer nicht nur mit einem weit gefächerten Ladenetz mit über 45.000 Ladepunkten in ganz Europa, sondern auch mit einfachen nachvollziehbaren Preisen. Zudem ist EinfachStromLaden auch Preissieger in fast allen Ladenetzen und damit ein günstiger und verlässlicher Partner für jeden E-Autofahrer.

E-Mobilitätsportale wie Emobly veröffentlichen regelmäßig übersichtliche Tabellen wie z.B. den Ladekompass, der bei der preislichen Orientierung unterstützt.

 

Den Preisüberblick behalten

Hand aufs Herz: Wenn man seinen Wocheneinkauf erledigt, macht man das nicht unbedingt im Tankstellenshop zu “Apothekenpreisen“. Soll heißen: Worst-Case Berechnungen ohne transparente Kilowattpreise bilden eher die Ausnahme statt des Regelfalls.

Wer sich über eRoaming-Portale wie Hubject oder Ladenetz informiert und sich mit einem oder mehreren EMPs seiner Wahl absichert, fährt immer auf der sicheren Seite.

Die Preisfindung eines CPOs beinhaltet neben Stromkosten Steuern und Umlagen noch Baukosten für die Ladesäulen, Anschluss- & Betriebskosten, Wartungs-, Instandhaltungs- und Servicekosten.

Ein EMP, der mit vielen verschiedenen CPOs Verträge hat, bündelt diese Kosten und ermittelt daraus seinen eigenen Preis.

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In der aktuellen Marktlage kämpfen die Beteiligten noch um den Aufbau von Reichweite. Hiervon profitiert der E-Autofahrer derzeit stark und kann sogar mehrere EMPs gleichzeitig nutzen, da keine Grundgebühren anfallen. Auch EinfachStromLaden erhebt keine monatliche Grundgebühr oder Anmeldekosten.

Warum der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden?

Schnelladesäulen (DC-Laden) brauchen einen stärkeren Netzanschluss und sind daher bei der Anschaffung und Installation teurer als normale AC-Ladepunkte. Sogenannte Schnelllader finden sich meist an Autobahnen - besonders das Schnellladenetz von Tesla ist auch heute schon besonders gut ausgebaut.

Da die Betreiber der Säulen (CPOs) diese teureren Installations- und Anschlusskosten weiterverrechnen müssen, um wirtschaftlich profitabel zu sein, ist das Laden an DC-Säulen in der Regel teurer.

 

FAZIT

Unabhängig davon, wohin die Reise in Sachen E-Mobilität geht, ist wohl nicht zu erwarten, dass Diesel und Benzin preislich stabil bleiben während sich die Stromkosten verdoppeln. Das Verhältnis wird eher noch weiter zu Gunsten des Stroms kippen und E-Fahrer besserstellen. Sinkende Anschaffungskosten bei Elektrofahrzeugen optimieren zusätzlich die Kostenbilanz und machen die Beantwortung der Frage „Strom oder Sprit?“ nochmals einfacher.