
Steigende Spritpreise: Was steckt dahinter und lohnt sich ein Blick aufs E-Auto?
Die aktuelle Situation an den Tankstellen
Die Preise an deutschen Tankstellen haben in den vergangenen Wochen einen neuen Höchststand erreicht. Laut ADACöffnet in einem neuen Tab kostete ein Liter Diesel am 07.04.2026 im bundesweiten Durchschnitt 2,447 € – damit wurde der bisherige Rekordwert aus dem März 2022 übertroffen. Super E10 lag zur gleichen Zeit bei 2,188 € pro Liter.
Doch warum entwickeln sich die Preise so? Um das zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die wesentlichen Faktoren, die den Spritpreis grundsätzlich beeinflussen: den globalen Rohölmarkt, staatliche Abgaben und die Struktur des deutschen Kraftstoffmarktes.
Wie der Iran-Krieg die Preise treibt
All diese Faktoren wirken dauerhaft – doch der Iran-Krieg, der Ende Februar 2026 ausbrach, hat diese Faktoren geschärft. Seit Kriegsbeginn sind die Spritpreise drastisch gestiegen:
- Super: von 1,83 € auf 2,22 € pro Liter
- Diesel: von 1,75 € auf 2,43 € pro Liter
Der Hauptgrund: Der Rohölpreis ist stark gestiegen, weil durch den Krieg kaum noch Schiffe die Straße von Hormus passieren können. Durch diese Meerenge fließen rund 30 Prozent des weltweit verschifften Öls.
Besonders stark trifft es Diesel: Diesel ist krisenanfälliger, denn er wird in der Industrie stärker gebraucht und dient zunehmend als Gasersatz. Dazu kommt, dass Deutschland Diesel stärker importieren muss, während Benzin von heimischen Raffinerien selbst produziert werden kann.
Was die Politik tut – und wo die Grenzen dieser Maßnahmen liegen
Die Spritpreise sind zuletzt deutlich gestiegen und die Bundesregierung hat darauf reagiert. Seit dem 1. April 2026 gilt eine neue Regelung nach österreichischem Vorbild: Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen, und zwar um 12:00 Uhr mittags. Gesenkt werden darf weiterhin jederzeit. So sollen starke Preisschwankungen begrenzt und die Transparenz erhöht werden.
Teil desselben Maßnahmenpaketsöffnet in einem neuen Tab ist auch eine Verschärfung des Kartellrechts: Das Bundeskartellamt erhält zusätzliche Befugnisse, um künftig konsequenter gegen überhöhte Preise vorgehen zu können.
Lohnt sich jetzt der Umstieg auf ein E-Auto?
Steigende Spritpreise bringen eine Frage zurück, die viele schon länger beschäftigt: Wäre ein Elektroauto die bessere Wahl? Händler berichten aktuell von deutlich mehr Anfragen, der Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge wächst spürbar. Laut Auswertungenöffnet in einem neuen Tab stieg die Nachfrage nach gebrauchten E-Autos im März um 39 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ein Blick auf die reinen Sprit- und Ladekosten zeigt: Wer elektrisch fährt, tankt derzeit günstiger und planbarer.

Was das Laden im Vergleich zum Tanken heute kostet:
| Antrieb | Kosten pro 100 km |
|---|---|
| Benzin | 15,75 € |
| Diesel | 15,32 € |
| Elektroauto Schnelllader | 11,34 € |
| Elektroauto Normallader | 10,08 € |
| Elektro Auto Zuhause | 5,58 € |
- Antrieb
- Benzin
- Kosten pro 100 km
- 15,75 €
- Antrieb
- Diesel
- Kosten pro 100 km
- 15,32 €
- Antrieb
- Elektroauto Schnelllader
- Kosten pro 100 km
- 11,34 €
Quelle: Kosten Elektroauto pro 100 km im Vergleich - Stand März 2026öffnet in einem neuen Tab – Grundlage: ADAC-Kraftstoffpreise vom 10.03.2026, typische Durchschnittsverbräuche.
Besonders wer zu Hause laden kann, profitiert am stärksten: Gegenüber einem Benziner lassen sich so rund zwei Drittel der Kosten einsparen. Wer zusätzlich eine eigene Photovoltaikanlage betreibt, reduziert die Kosten auf unter 1,50 Euro pro 100 km.
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