FAQs - Strom

Fragen rund um den Anbieterwechsel 

Wer beliefert mich eigentlich mit Strom, wenn ich noch nie gewechselt habe?

In diesem Fall beliefert Sie der sogenannte Grundversorger. Der Grundversorger ist in der Regel Ihr örtliches Stromversorgungsunternehmen – etwa die Stadtwerke. Mit dieser Regelung wird sichergestellt, dass Sie zu jeder Zeit mit Strom versorgt werden (StromGVV oder GasGVV).

Wie lange dauert so ein Wechsel?

Vom Auftrag bis zur endgültigen Umstellung vergehen in der Regel zwei Wochen. Der Wechselprozess beginnt, sobald der neue Stromanbieter Ihren Antrag bearbeitet und den alten Stromanbieter über Ihren Wechsel informiert hat.

Welche Angaben benötige ich für einen Stromanbietervergleich- und wechsel?

Hierfür sind nur wenige Angaben nötig: Nämlich die Postleitzahl sowie Ihr geschätzter jährlicher Stromverbrauch in kWh. Sofern Ihnen eine alte Verbrauchsabrechnung vorliegt, nehmen Sie am besten die dort aufgeführte Menge.

Muss ich meinen alten Stromvertrag selbst kündigen?

In der Regel übernimmt Ihr neuer Stromversorger die Kündigung für Sie.

Sind für den Wechsel technische Änderungen an meinem Zähler notwendig?

Technische Arbeiten an Ihrem Stromzähler sind nicht nötig. Die Wartung und das Ablesen übernimmt weiterhin Ihr Netzbetreiber.

Kann mein Strom während der Umstellung ausfallen?

Nein, in der Zeit der Anbieterumstellung wird der Strom ohne Unterbrechung verfügbar sein, denn Ihr örtlicher Grundversorger ist gesetzlich dazu verpflichtet, Sie mit Strom zu versorgen. Sollte Ihr neuer Anbieter tatsächlich einmal nicht in der Lage sein, Sie ab dem vereinbarten Zeitpunkt mit Strom zu versorgen, übernimmt automatisch Ihr regionaler Grundversorger die Stromversorgung. Sobald Ihr neuer Anbieter dann in der Lage ist die Stromversorgung zu übernehmen, wird Ihnen der Grundversorger eine Rechnung zukommen lassen, in der der angefallene Stromverbrauch aufgeführt wird. Sollte der neue Anbieter die Schuld an der nötigen Überbrückung haben, übernimmt er in den meisten Fällen die entstandenen Kosten für Sie.

Wenn ich Ökostrom kaufe, kommt dann auch Ökostrom bei mir an?

Unter Ökostrom versteht man die ökologische Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft. Dadurch bietet Ökostrom gegenüber konventionell erzeugtem Strom zwei Vorteile: Ökostromquellen sind nahezu unbegrenzt verfügbar und es entstehen keine schädlichen CO2-Emissionen bei der Erzeugung dieser Energien.

Aus Ihrer Steckdose kommt jedoch immer ein „Strommix“. Sonst müsste jeder Energieversorger für jeden Tarif eine eigene Stromleitung zu Ihnen nach Hause legen. Entscheiden Sie sich für Ökostrom, muss der Energieversorger sicherstellen, dass in der Höhe Ihres Verbrauchs Ökostrom erzeugt wird. Dieser Ökostrom wird in das öffentliche Stromnetz geleitet, wo sich der Strom aus allen Kraftwerken mischt. Durch Ihre Entscheidung für Ökostrom sorgen Sie also dafür, dass der Anteil von erneuerbar erzeugtem Strom im Netz steigt. Je mehr Haushalte sich also für Ökostrom entscheiden, umso höher ist der Anteil von Ökostrom im Netz (siehe auch Stromsee-Modell).

Aus welchen Bestandteilen setzt sich mein Strompreis zusammen?

Der Strompreis, den Sie als Kunde bei Ihrem Lieferanten bezahlen, setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:

  • Strombeschaffung und Vertrieb: Diese Kosten entstehen für den Stromeinkauf, für die Verwaltung und für den Vertrieb.
  • Steuern, Abgaben und Umlagen: Zu diesem Posten zählen u.a. die Konzessionsabgabe, die Erneuerbare-Energien-Umlage sowie die Strom- und Umsatzsteuer.
  • Netznutzungsentgelt: Das Netznutzungsentgelt ist eine Art Gebühr, die jeder Netznutzer, der Strom durch das Versorgungsnetz leitet, an den Netzbetreiber zahlen muss.

Was ist der Unterschied zwischen meinem Netzbetreiber und dem Stromversorger?

Ihr Netzbetreiber ist gesetzlich für den ordnungsgemäßen Betrieb des Stromnetzes zuständig, der Stromversorger dagegen für Ihre Stromlieferung. Oftmals sind aber beide Teil eines gleichen Unternehmensverbundes, wie z.B. den Stadtwerken.  Sie können sich ohne weiteres für einen Stromanbieter ohne eigenes Verteilnetz entscheiden. Dieser zahlt an den Netzbetreiber ein Netznutzungsentgelt und mietet den Zähler und die Leitungen. Falls Sie Probleme mit dem Zähler oder den Stromleitungen haben, müssen Sie sich aber immer an den Netzbetreiber wenden. Sie können also etwa in München wohnen und problemlos einen Stromanbieter aus Kiel wählen.

Informationen zu Netznutzungsentgelten (Infos, Entwicklungen, Statistik)

Das Netzentgelt ist ein Teil des Strom- bzw. Gaspreises. Es ist eine Gebühr, die von den Netzbetreibern für die Nutzung ihrer Netze über den Strom- bzw. Gaspreis erhoben wird.

Damit die Energie zum Beispiel von einem Kraftwerk zu ihrem Einsatzort gelangt, muss sie über eine Leitung zum Endverbraucher transportiert werden. Dies geschieht über Verteilnetze. Der Betreiber dieser Netze bekommt für das Durchleiten der Energie durch seine Netze eine Gebühr - das Netzentgelt. Mit den Entgelten baut, erneuert, betreibt und wartet der Netzbetreiber die Versorgungsleitungen. Die Höhe des Netzentgelts wird separat in Ihrer Strom- oder Gasrechnung ausgewiesen. In Deutschland variieren die Netzentgelte zurzeit noch je nach Einzugsgebiet. Darüber hinaus sind sie abhängig von Investitionen in die Netzstruktur, Bevölkerungsdichte und notwendigen Netzeingriffen zur Stabilisierung.

 

 

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