29.10.2024 · Lesedauer 7 min

Einfache Energiespartipps für Ihr Zuhause

So können Sie Energie und Geld sparen

Unser stetiger Begleiter im Alltag: Energie. Sei es zum Heizen der eigenen vier Wände, für warmes Wasser beim Duschen, bei der Beleuchtung des Wohnzimmers, zum Waschen oder Kühlen – wir verbrauchen täglich Energie. Private Haushalte machen rund ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland aus. Da könnte man meinen, Energiesparen sei schwer. Das stimmt nicht, im Gegenteil: Viele kleine Änderungen können dazu beitragen, Ihren Energieverbrauch zu senken. So können Sie Ihre Energiekosten reduzieren.

Ein Überblick:

Energiespartipps für jeden ​Bereich im Haus

Energie sparen in der Küche

  • Topfdeckel beim Kochen schließen
  • Passende Herdplatte wählen
  • Nachwärme des Backofens nutzen
  • Kühlschrank nicht kälter als ​7 °C einstellen
  • Standort des Kühlschranks von ​Wärmequellen wie Herd oder Mikrowelle entfernt wählen
  • Wasserkocher statt Herd zum Wassererhitzen nutzen
  • Gerichte mit der Mikrowelle statt mit dem Herd aufwärmen 
  • Gefrierfach regelmäßig abtauen
  • Tiefgekühlte Lebensmittel bei Raumtemperatur auftauen lassen

Jeder Topf findet den passenden Deckel – ein Sprichwort, das Energie spart. Denn beim Kochen mit geschlossenem Topfdeckel bleibt die Hitze an der richtigen Stelle. Wählen Sie eine Herdplatte, die zur Größe Ihres Topfes passt. Sowohl Herd als auch Ofenöffnet in einem neuen Tab können Sie immer zehn Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten und die Nachwärme nutzen.

Wir werfen noch einen Blick in Ihren Kühlschranköffnet in einem neuen Tab: Es genügen sieben Grad, um die Lebensmittel ausreichend zu kühlen. Achten Sie beim Standort Ihres Kühlschrankes darauf, dass er möglichst weit von Wärmequellen wie Herd, Mikrowelle oder Heizung und 5-10 cm von der Wand entfernt steht.

Mikrowelle statt Ofen und Wasserkocher statt Herdplatte – zwei kleine Tipps beim Kochen, die den Energieverbrauch reduzieren können. Prüfen Sie, welches Gerät für die jeweilige Menge und Zubereitungsart den geringeren Verbrauch hat. Bringen Sie Wasser gegebenenfalls also lieber mit dem Wasserkocheröffnet in einem neuen Tab zum Kochen und nutzen beim Aufwärmen von Gerichten lieber die Mikrowelleöffnet in einem neuen Tab.

Tauen Sie Ihr Gefrierfach regelmäßig ab, wenn sich eine Eisschicht bildet. Denn die Eisschicht vermindert die Gefrierleistung. Bevor Sie Ihre tiefgekühlten Leckereien erwärmen, einfach zum Auftauen in die Küche legen – so sparen Sie Koch- und Backzeit.

Energie sparen beim Wäschewaschen

  • Waschmaschine bis zum maximalen Fassungsvermögen füllen
  • Meist reicht eine Waschtemperatur von 30 °C
  • Wäsche draußen trocknen und im Winter kann ein Trockner mit Eco-Funktion eine Option sein
  • Bei der Anschaffung neuer Geräte Energieeffizienz vergleichen

Mit diesen Tipps können Sie beim Waschen Energie sparen: Füllen Sie Ihre Waschmaschine immer bis zum maximalen Fassungsvermögen, so sparen Sie unnötige Waschgänge. Und nutzen Sie nur bei stark verschmutzter Wäsche 60 Grad Waschtemperatur, die meisten Waschmittel reinigen zwischen 30 und 40 Grad schon ausreichend.

Beim Trocknen liegt das Energiesparen quasi auf der Hand: Sobald das Wetter passend ist, Wäsche raushängen und ohne elektrischen Trockner an der frischen Luft trocknen lassen. Im Winter kann ein Trockner mit Eco-Funktion eine Option sein. Vergleichen Sie die ausgewiesenen Verbrauchswerte des Geräts.

Auch die Energieeffizienz-Klassen von Geräten mit hohem Energieverbrauch spielen eine große Rolle. Achten Sie bei der Anschaffung auf das Energielabel und vergleichen Sie Geräte derselben Produktgruppe anhand ihres ausgewiesenen Energieverbrauchs.

Energie sparen im Homeoffice

  • Geräte mit niedrigem ausgewiesenem Energieverbrauch wählen
  • Automatischen Energiesparmodus nutzen
  • Geräte an kühlen Standorten platzieren
  • Laptops statt Desktop-PCs nutzen
  • Zubehör mit niedrigem ausgewiesenem Energieverbrauch wählen

Laptop, Drucker, WLAN-Router, Schreibtischlampe – im Arbeitszimmer lauern viele Energiefresser. Nicht nur die Auswahl von Geräten mit niedrigem ausgewiesenem Energieverbrauch macht den Unterschied, auch der richtige Umgang mit den Geräten. Nutzen Sie den automatischen Energiesparmodus der Geräte nach wenigen Minuten ohne Benutzung. Und platzieren Sie die Geräte am besten an kühleren Standorten, um übermäßigen Stromverbrauch durch die Kühlelemente der Geräte zu vermeiden.

Mit den richtigen Geräten können Sie zusätzlich auf übermäßigen Energieverbrauch verzichten. Je höher die Leistung des Prozessors, der Grafikkarte und der Hardware ist, desto mehr Strom können die Geräte fressen. Vergleichen Sie bei der Anschaffung von Laptop und Desktop-PC den jeweils ausgewiesenen Energieverbrauch. Auch bei modernem Rechnerzubehör wie Bildschirme und Mäuse können Sie Strom sparen. 

Energie sparen im Schlafzimmer

  • Vorhänge nutzen zum Schutz vor Sonne bzw. Entweichen von Wärme
  • Automatische oder programmierbare Thermostate installieren
  • Temperatur im Schlafzimmer auf 15-18 °C senken
  • Im Zweifel eine Decke mehr ​nutzen

Vorhänge können je nach Ausführung und Nutzung Sonneneinstrahlung und Wärmeverluste an Fenstern begrenzen. Im Sommer können sie den Raum vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Im Winter können sie dazu beitragen, Wärmeverluste zu reduzieren. Mit den passenden Vorhängen sparen Sie also je nach Jahreszeit Kosten zum Heizen und Kühlen.

Automatisch programmierte Thermostate sind vor allem nachts hilfreich. So können Sie nachts Heizkosten sparen und wachen dennoch nicht in einem unterkühlten oder aufgeheizten Schlafzimmer auf. Generell lohnt es sich, die Temperatur im Schlafzimmer etwas zu senken: Die optimale Schlaftemperatur liegt bei Erwachsenen zwischen 15 und 18 Grad. 

Energie sparen im Wohnzimmer

  • Mehrfachsteckdosen mit Ein-/Aus-Schalter verwenden
  • Besser Stoßlüften statt Dauerlüften
  • Dichten Sie zugige Stellen ab und schließen Sie Türen zu weniger beheizten Räumen
  • Glühbirnen gegen ​LED-Lampen austauschen

Ob Stehlampe, TV oder Lautsprecher – im Wohnzimmer befinden sich viele Geräte, die oft im Stand-by-Modus laufen. Das sind heimliche Stromfresser! Bevor Sie jeden Stecker einzeln ziehen: Einfach Steckerleisten oder Mehrfachsteckdosen mit Ein- und Aus-Schalter verwenden. Mit dem Schalter können Sie angeschlossene Geräte vollständig vom Strom trennen, wenn Sie sie nicht benötigen.

Frische Luft nötig? Besser Stoßlüften als Dauerlüften mit gekippten Fenstern. Denn Zugluft kann die Heizkosten beeinflussen. Öffnen Sie mehrfach alle Fenster für wenige Minuten, statt die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen.

Im Wohn- und Essbereich ist gemütliches Licht besonders wichtig. Haben Sie den Dreh beim Energiesparen raus, so tauschen Sie einfach Glühbirnen gegen Energiesparlampen. LED-Lampen verbrauchen laut Europäischer Kommissionöffnet in einem neuen Tab bei gleicher Helligkeit bis zu 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen. 

Energie sparen im Badezimmer

  • Elektrische Geräte wie Zahnbürste oder Rasierer erst laden, wenn der Akku komplett leer ist
  • Kurz und nicht zu heiß duschen
  • Sparduschkopf anschaffen
  • Duschen statt Baden

Natürlich sind elektrische Zahnbürsten oder Rasierer komfortabler als ihre herkömmlichen Modelle. Falls Sie nicht darauf verzichten wollen, nutzen Sie Zahnbürste und Rasierer am besten so lange, bis der Akku leer ist. Erst dann stecken Sie die Ladestation in die Steckdose und laden den Akku wieder voll.

Das Erhitzen von Wasser benötigt einige Mengen an Energie: Durchlauferhitzer und Warmwasserspeicher fressen vor allem bei einer heißen Dusche Strom. Lieber kurz duschen mit angenehmer Temperatur.

Sparduschkopf und Durchfluss-Begrenzer – beide Maßnahmen können Ihren Wasserverbrauch senken. Prüfen Sie, welche Verbrauchswerte der Hersteller für das jeweilige Produkt angibt.

Duschen statt Baden: Wenn Sie Wasser und Energie sparen möchten, duschen Sie kurz und nicht zu heiß statt ein Vollbad zu nehmen.

Energiesparmaßnahmen im Keller

  • Moderne Heizungspumpe einbauen
  • Hydraulischen Abgleich vornehmen
  • Für eine gute Dämmung im Keller sorgen

Der Übeltäter im Keller ist oft die veraltete Heizungspumpe. Sie pumpen das Wasser aus der Heizung in die Heizkörper. Moderne Heizungspumpen können das Wasser mit weniger Energie durch das Haus befördern. Lassen Sie prüfen, ob eine solche Heizungspumpe zu Ihrer Anlage passt und vergleichen Sie die ausgewiesenen Verbrauchswerte. 

Auch ein hydraulischer Abgleich kann sinnvoll sein. Denn wenn die Heizungspumpe fehlerhaft arbeitet, wird die Wärme nicht optimal verteilt. Ein hydraulischer Abgleich prüft die Druckverhältnisse und schafft einen Ausgleich der Wärmeverteilung.

Eine gute Dämmung im Keller kann ebenso Wärmeverlust verhindern. Ob sie jedoch für Ihr Gebäude geeignet ist, hängt von den baulichen Gegebenheiten ab. Lassen Sie die Dämmung fachgerecht prüfen, insbesondere im Hinblick auf Wärmeverluste, Wärmebrücken und Feuchtigkeit.

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Tipps zum Sparen von Gas

  • Heizungsanlage regelmäßig warten lassen
  • Dämmen der Heizungsrohre, Türen und Fenster
  • Regelmäßiges Entlüften der Heizung
  • Wärmestau verhindern: Platz rund um den Heizkörper schaffen
  • Türen von Räumen geschlossen halten

Gasverbrauch herausfinden und Gastarife vergleichen

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